Mecklenburg-Vorpommern
Tag der Pressefreiheit 2025
Aktionen rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 03. Mai 2025
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai bietet das landesweite Netzwerk „Journalismus macht Schule“ in Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit dem bundesweiten Verein Journalismus macht Schule e.V. sowie Journalist:innen regionaler und überregionaler Medien den Schüler:innen Schulbesuche an, die dem Kennenlernen und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit journalistischem Arbeiten dienen.
Journalist:innen sprechen über die Arbeitsweise im Journalismus und gehen in den Dialog zu aktuellen Themen wie Fake News, Recherche und sozialen Medien.
Seit Beginn des Schuljahres 2024/2025 hält das landesweite Netzwerk aus verschiedenen Redaktionen, DJV Landesverband MV, NDR, dem Bildungsministerium, sowie der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern und der
Landeszentrale für politische Bildung ganzjährig dieses Angebot für die Schulen bereit.
Die Schüler:innen sollen befähigt werden, kompetente Rezipient:innen und Akteur:innen der medialen Welt in einer demokratischen Gesellschaft zu sein.
Dabei spielen u.a. folgende Fragestellungen eine Rolle:
- Wie und unter welchen Bedingungen entstehen Nachrichten?
- Wie kann man Nachrichten auf Glaubwürdigkeit überprüfen?
- Welche Grundsätze gelten für die Arbeit von Journalist:innen?
- Was macht das duale Mediensystem Deutschlands aus?
- Wie arbeitet ein/e Journalist:in?
Planspiele und Angebote zur kreativen Mitarbeit ergänzen dieses Angebot.
Workshopangebote des NDR
Zum Tag der Pressefreiheit wollen zahlreiche Medienschaffende im NDR, in der ARD und der Medienlandschaft generell mit Schülerinnen und Schülern über Pressefreiheit, Social Media und Journalismus diskutieren.
Nähere Details finden Sie auf der Webseite des NDR.
Folgende Angebote stehen in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung:
Schwerin: Pressefreiheit – wozu?
Am 6. Mai lädt auch das Landesfunkhaus Schwerin Klassen ab Jahrgang 9 ein. Sie erhalten Einblicke in die Arbeit des NDR, sprechen mit Redakteur*innen und erfahren mehr über journalistische Nachrichtenauswahl. Die Jugendlichen erhalten Grundinformationen über die Pressefreiheit in Deutschland, werden mit Beispielen für Desinformation konfrontiert und treffen eine Redakteurin, die aufgrund ihrer Berichte bedroht wird und Ziel für Angriffe ist.
Das Angebot ist bereits ausgebucht.
Kurzinterview
André Zabel, Referent für Medienkompetenz der Landeszentrale für politische Bildung MV, fasst im folgenden Kurzinterview die Angebote rund ums Thema Medienbildung und Informations- und Nachrichtenkompetenz zusammen.
Welche interessanten Angebote gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zum Thema Informations- und Nachrichtenkompetenz?
Mecklenburg-Vorpommern fördert mit Landesmitteln eine Vielzahl an Angeboten zur Stärkung der Informations- und Nachrichtenkompetenz. Diese werden sowohl von gemeinnützigen Medienbildungsvereinen als auch von weiteren Trägern umgesetzt. Zusätzlich gibt es Programme der Medienanstalt, des NDR, öffentlicher Bibliotheken sowie der Universitäten und Hochschulen im Land. Die breite Vielfalt der Akteure sorgt für ein umfassendes Bildungsangebot in diesem Bereich.
Wie ist die Medienbildung im Land aufgestellt? Gibt es spezielle Initiativen oder Projekte?
Die Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern ist durch zahlreiche Initiativen geprägt, die von staatlichen Einrichtungen, Vereinen und freien Trägern organisiert werden. Eine aktuelle Erhebung der Landeszentrale für politische Bildung hat 232 verschiedene Angebote identifiziert. Dazu zählen beispielsweise polizeiliche Präventionsmaßnahmen im Medienbereich, Programme des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Sport zur Förderung von Seniorinnen und Senioren („Silver Surfer“) sowie Projekte von Kirchen und freischaffenden Medienpädagog:innen. Besonders in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern spielt die Vernetzung dieser Akteure eine zentrale Rolle.
Was passiert in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen von „Journalismus macht Schule“?
„Journalismus macht Schule“ ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiges Netzwerk, das sich für die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz einsetzt. Beteiligt sind neben freien Journalistinnen und Journalisten, die im DJV organisiert sind, auch regionale Tageszeitungen, der NDR, die Redaktion „Katapult“, das freie Radio „LOHRO“, die Medienanstalt M-V sowie das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung und die Landeszentrale für politische Bildung. Durch Schulbesuche, Redaktionsführungen und Projekttage im Landesfunkhaus erhalten Jugendliche praxisnahe Einblicke in den Journalismus. Ziel ist es, ihnen die Mechanismen der Medienwelt näherzubringen und ihre Urteilsfähigkeit zu stärken.
Warum ist das Thema Informations- und Nachrichtenkompetenz so wichtig?
In einer zunehmend komplexen Welt, in der Menschen mit einer nie dagewesenen Flut an Informationen konfrontiert sind, ist Nachrichtenkompetenz essenziell. Um sich sicher in der Medienlandschaft zu bewegen, braucht es fundiertes Wissen über die Funktionsweise und den Aufbau von Medien. Das Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern vermittelt diese Kompetenzen authentisch und praxisnah. So leistet es einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung von Schulen bei ihrem Bildungsauftrag.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft in diesem Bereich?
Wünschenswert wäre mehr Optimismus sowie ein anhaltend starkes Engagement aller Beteiligten. Eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Akteuren könnte helfen, Synergien zu nutzen und die Wirkung der Angebote zu verstärken. Weniger Konkurrenz und stattdessen mehr Kooperation wären ein wichtiger Schritt, um die Medienbildung im Land weiter voranzutreiben.
Welche Pläne gibt es, um die Förderung von Nachrichtenkompetenz weiter auszubauen?
Ein zentrales Vorhaben ist der Einsatz eines Planspiels im Rahmen von „Journalismus macht Schule“, das bereits von der Medienanstalt Schleswig-Holstein entwickelt wurde. Die Medienanstalt MV plant nun, dieses Planspiel in Mecklenburg-Vorpommern einzuführen und für Schulen in der Region nutzbar zu machen. Darüber hinaus soll die Vernetzung der Akteure weiter gestärkt werden, um den gegenseitigen Austausch zu fördern. Durch neue Impulse und eine offene Haltung gegenüber weiteren Partnern kann das Bildungsangebot kontinuierlich erweitert werden.
Ganzjährige Aktionen
Eine Auswahl an Medienkompetenzprojekten und weiterführenden Informationen zum Thema „Journalismus an Schulen“ finden Sie unter den folgenden Adressen:
Auch über die Webseite der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern können Journalist:innen für Schulbesuche angefragt werden.
Die Landesregierung und die Medienanstalt in MV haben ein Portal mit Themen, Terminen, Links und Hintergründen zur Medienkompetenz erstellt.
Ansprechpartner, Adressen und Aufgaben zur Medienbildung gibt es über den Bildungsserver.
NDR Medienkompetenz-Portal für die Schule: „NDR einfach.Medien“ bietet Lehrenden Unterrichtsmaterial, neue Unterrichtsmethoden, Erklärclips „einfach.Erklärt“ und ein Glossar zu allem rund um Social Media, Web und Journalismus. Zudem bietet das Team Workshops und Web-Talks an und organisiert einen Podcast-Wettbewerb. Über alle Neuigkeiten informiert ein Newsletter.
Die Medienscouts MV vermitteln Medienkompetenz – von Schüler:innen an Schüler:innen.
Medienwissen-MV ist ein Angebot, dass sich hauptsächlich mit den Gefahren des übermäßigen Medienkonsums befasst.
Klicksafe und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten in der Elternarbeit zusammen, um gemeinsam nach Referenten zu suchen.
Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern informiert über diverse Themen und Angebote.
Die Hochschule Neubrandenburg bemüht sich in dem Kooperations- und Forschungsprojekt darum „Medienkompetenz Älterer in MV“ darum, die Medienkompetenz auch für ältere Menschen nahbar und erlebbar zu machen.
Der offene Kanal „Medientrecker“ wird betrieben von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Seit dem Jahr 2002 fahren die sogenannten „Medientrekker“, Kleintransporter mit Radio- und Fernsehtechnik durch die Orte, um über Medien zu informieren. Finanziert wird das Projekt durch Rundfunkgebühren.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Medien Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LAG Medien MV) stellt im Netz eine „Datenbank der Medienprojekte“ zur Verfügung. Diese Datenbank soll den Weg zum erfolgreichen Medienprojekt beschreiben und Tipps geben.
Die ComputerSpielSchule in Greifswald ist ein Medienpädagogisches Projekt mit dem Ziel Medienkompetenz im Bereich der Computerspiele zu fördern. Angesprochen werden sollen Eltern und Großeltern, Kinder, Jugendliche, Pädagog:innen und Lehrer:innen.
Die Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV bietet für alle Schulformen und Zielgruppen verschiedene medienpädagogische Aktivitäten an.
„Fernsehen in Schwerin“ ist ein offener Kanal der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern und ein Bildungsort für Kinder, Jugendliche, Lehrer und Erzieher. Die Teilnehmer können eigene Beiträge erstellen, die dann kostenlos ausgestrahlt werden. Vor Ort stehen den Teilnehmern ein Radiostudio, Videoschnittplätze und ein Redaktionsraum zur Verfügung.
Im Jahr 2010 wurde der Förderverein für demokratische Medienkultur aus Rostock gegründet, um Medienprojekte und ähnliche Angebote zu fördern.
Die Jugendkunstschule in Greifswald ist eine Kunstwerkstatt und bietet neben künstlerischen Workshops auch Medienangebote an.
Der Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit Sitz in Rostock, ist die Interessensvertretung medieninteressierter Jugendlicher in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Kinder- und Jugendfilmstudio in Grevesmühlen bietet offene medienpädagogische Projektarbeit für Kinder und Jugendliche an. Die Kinder stellen ihre Ideen vor, stehen vor und hinter der Kamera und entwickeln ihren eigenen Film. Dieser wird dann im Jugendprojekt Grevesmühlen TV ausgestrahlt.
Der Landeselternrat Mecklenburg-Vorpommern sitzt ihn Hohendorf in Mecklenburg-Vorpommern und besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern. Er vertritt die Eltern minderjähriger Schülerinnen an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen.
Der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern e.V. sitzt in Schwerin und vereint alle Vereine, Verbände, Institutionen und Netzwerke der Jugendarbeit in MV.
Der Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern aus Rostock vertritt die Interessen von Schülerinnen und Schülern gegenüber Institutionen. Täglich werden Seminare angeboten, in denen die Schülerinnen und Schüler mehr zu Rhetorik, Medienkompetenz und anderen Themen lernen können.
Das Lokalradio Rockstock richtet sich an Kinder und Jugendliche in Ganztagsschulen, sowie Menschen mit Migrationshintergrund. Der Förderverein führt medienpädagogische Projekte durch, meist im Hörfunk- und Audiobereich.
Die Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V. sitzt in Neubrandenburg und richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8-21 Jahren, die sich sprachlich-kreativ ausprobieren möchten. Es finden Projekte zur Leseförderung statt, sowie zum Kreativen Schreiben.
Die Medienwerkstatt Identity Films möchte Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 13-26 Jahren zum Filmerleben einladen. Von der Idee bis zum fertigen Film sollen die Teilnehmer alles kennenlernen.
Der NB-Radiotreff 88,0 ist ein Bürgerradio und offener Hörfunk-Kanal der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Die Bürgerinnen und Bürger können eigene Sendungen produzieren.
Die politische Memoriale sitzt in Schwerin und ist ein offenes Medienpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche im Alter von 6-25 Jahren. Hier werden einjährige Projekte angeboten, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte, Medien, Film, Politik und Gesellschaft beschäftigen.
Die Projektgruppe Hörmax in den Altenheimen der Sozius gGmbh Schwerin richtet sich an Senioren der Alten- und Pflegeheime und Schüler und Auszubildende. Das ehrenamtliche Team gestaltet audio-visuelle Programme und virtuelle Erlebnisreisen.
RAAbatz ist eine Medienwerkstatt an der Mecklenburgischen Seenplatte. Hier wird Kindern, Jugendlichen, Senior:innen, Pädagog:innen und Eltern der Zugang zu neuen Meiden und multimedialer Produktionstechnik ermöglicht.
Radio 98eins e.V. ist ein weiterer offener Kanal der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, an dem alle Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen und kostenlos eigene Radiosendungen gestalten können.
Die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (RAA) spricht Kinder, Jugendliche und Pädagogen an. Angeboten werden Fortbildungen zur Medienkompetenz, sowie Filmwettbewerbe als Initiative gegen rechte Gewalt.
Das Mediatop Rostock hat sich vom klassischen Bürgersender zum Medienbildungszentrum entwickelt.
Sophie ist eine Medienwerkstatt in Schwerin, die Schüler:innen und Jugendliche dazu anleitet Filmbeiträge zu erstellen und Medienkompetenz vermittelt.
Der StiCer-Theater e.V. bietet Theater und Medienkurse in Stralsund für Kinder und Jugendliche an. Es können eigene Filme erstellt werden und die Kinder werden selbst zum Schauspieler.
Das Studio Malchin ist der offene Kanal der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Bürgerinnen und Bürger können hier ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen und eigene Inhalte veröffentlichen.
Lie Detectors bietet Schulklassen in Mecklenburg-Vorpommern Workshops zu den Themen Desinformation und Nachrichtenkompetenz an und vermittelt Journalist:innen an Schulen.
Kontakt
André Zabel
Landeszentrale für Poltische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
E-Mail: a.zabel_02(at)lpb.mv-regierung.de
