Nordrhein-Westfalen
Tag der Pressefreiheit 2025
NRW-Schülermedientage rund um den internationalen Tag der Pressefreiheit (02. - 09. Mai 2025)
Nie waren Nachrichten so schnelllebig und undurchsichtig wie heute. Zugleich stehen wir vor großen Herausforderungen: Klimakrise, Kriege in Nahost und der Ukraine und politische Extreme sind nur einige der Punkte, mit denen sich junge Menschen heutzutage beschäftigen müssen. Deshalb ist das Thema Medienkompetenz wichtiger denn je: Über die politische Bildung in den Schulen hinaus wird die Fähigkeit, sich kompetent zu informieren, immer wichtiger. Wie erkennt man eine Nachricht und unterscheidet sie von Desinformation? Welche Quelle liegt zugrunde? Wie recherchiert man richtig?
Medienschaffende aus ganz NRW, die sich dem Pressekodex verpflichtet fühlen und für Qualitätsjournalismus stehen, wollen gemeinsam dafür sorgen, dass vor allem junge Menschen lernen, kritisch und verantwortungsbewusst mit Nachrichten und Informationen umzugehen. Journalismus-Profis wollen zur Medienbildung beitragen, indem sie Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen.
Das Programm
Was ist Desinformation und was sind Deep Fakes? Warum werden sie verbreitet und wie kann ich sie erkennen?
In diesem Workshop steigen wir gemeinsam in das Thema Fake News ein. Im Praxisteil haben die Schüler:innen die Möglichkeit, kreativ zu werden: Sie erstellen eigene Fake
News und präsentieren ihre Ergebnisse in der Gruppe. Abschließend diskutieren wir die Ergebnisse und geben praktische Tipps für einen kritischen Umgang mit Medien.
Mobilgeräte werden zur Verfügung gestellt.
Veranstalter: Stadtbibliothek Köln
Zeit: 02.05.2025, 10:00 – 12:00 Uhr
Ort: KOMEZ Köln – Kommunales Medienzentrum der Stadt Köln, Peter-Huppertz-Str. 7, 51063 Köln-Mülheim
Empfohlen für Klasse 9 & 10
Anmeldung: schulservice@stbib-koeln.de
Geschredderte Stimmzettel, Trump trifft sich mit Putin und der Klimawandel ist als Lüge entlarvt? Das sind Fakes. Auf TikTok kursieren viele Informationen – und nicht
alle davon stimmen. Manche sind sogar extra nur dafür gemacht, gezielt in die Irre zu führen. Wie ihr das erkennen könnt, warum es so viele Desinformationen bei TikTok
gibt und wie ihr sie selbst überprüfen könnt, lernt ihr in dieser Unterrichtsstunde mit Lara Grewe von der CORRECTIV-Journalistenschule Reporterfabrik. Ihr lernt journalistische Skills kennen, um selbst Informationen zu überprüfen. Dazu schauen wir uns echten Content von der Plattform an und diskutieren über ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten gegen Desinformation.
Veranstalter: Reporterfabrik, CORRECTIV
Zeit: 05.05.2025, 10:00 – 11:30 Uhr
Ort: Online-Workshop via Zoom
Empfohlen ab Klasse 8
Anmeldungen: kontakt.reporterfabrik@correctiv.org
Nicht alle Personen und Organisationen, die online mit uns kommunizieren, haben unser Bestes im Sinn. Im Internet gibt es eine ganze Reihe von Inhalten, die uns schaden oder täuschen sollen. Eine erhebliche Rolle spielt in diesem Kontext Informationsmanipulation. Dabei werden gezielt verzerrte und falsche Informationen verbreitet, um uns als Nutzer:innen zu manipulieren, indem sie Wut erzeugen und Ängste oder Vorurteile verstärken. Anhand von Beispielen schauen wir uns in diesem Workshop an, wie Manipulation funktioniert, und überlegen, wie wir uns gegen Beeinflussung schützen können.
Veranstalter: Institut für Journalistik, TU Dortmund
Zeit: 05.05.2025, 10:00 – 11:30 Uhr
Ort: Institut für Journalistik, TU Dortmund, Emil-Figge-Str.50, 44227 Dortmund
Empfohlen für die Oberstufe
Anmeldung: timo.lenk@tu-dortmund.de
Ob es um Proteste gegen ein Bauprojekt im Stadtteil geht, um Kontroversen über den Umgang mit Klimakrise und Migration oder um Zoff in der Politik: Medien berichten tagtäglich über Streit und Konflikte – doch nicht immer berichten sie verantwortungsvoll. Wir alle brauchen aber zuverlässige Informationen über Streitthemen – damit wir gut mit ihnen umgehen und gemeinsam nach Lösungen suchen können. Wenn so über Streit berichtet wird, dass wir nur noch Gut und Böse und keine Grautöne mehr sehen, wenn Posts auf Insta oder TikTok Debatten übertrieben als Skandale oder große
Dramen darstellen, dann schadet das der Suche nach Kompromissen und Lösungen.
In diesem Workshop analysieren wir Berichterstattung über Streitthemen und entwickeln Alternativen zu Nachrichten und Posts, die uns als User beim Umgang mit
Konflikten nicht weiterbringen.
Wir diskutieren auch, welche Rolle Algorithmen in Sozialen Medien spielen und wie sie uns daran hindern können, uns konstruktiv über wichtige gesellschaftspolitische Herausforderungen zu streiten.
Veranstalter: Institut für Journalistik, TU Dortmund
Zeit: Am 5.05 oder 6.05.2025 (individuelle Absprachen bei Anmeldung), 90 Minuten, ab 10:00 Uhr
Ort: Die Journalistin und Wissenschaftlerin Sigrun Rottmann kommt in Euren Unterricht (möglich im Ruhrgebiet und Düsseldorf). Oder ihr besucht sie mit der ganzen Klasse an der TU Dortmund.
Empfohlen für die Oberstufe
Anmeldung: sigrun.rottmann@tu-dortmund.de
Was ist Desinformation und was sind Deep Fakes? Warum werden sie verbreitet und wie kann ich sie erkennen?
In diesem Workshop steigen wir gemeinsam in das Thema Fake News ein. Im Praxisteil haben die Schüler:innen die Möglichkeit, kreativ zu werden: Sie erstellen eigene Fake
News und präsentieren ihre Ergebnisse in der Gruppe. Abschließend diskutieren wir die Ergebnisse und geben praktische Tipps für einen kritischen Umgang mit Medien.
Mobilgeräte werden zur Verfügung gestellt
Veranstalter: Stadtbibliothek Köln
Zeit: 06.05.2025, 10:00 – 12:00 Uhr
Ort: KOMEZ Köln – Kommunales Medienzentrum der Stadt Köln, Peter-Huppertz-Str. 7, 51063 Köln-Mülheim
Empfohlen für Klasse 9 und 10
Anmeldung: schulservice@stbib-koeln.de
2025 nimmt die AfD in Deutschland so viel Raum im Parlament ein wie nie. Umso wichtiger ist es, dass Journalisten im rechtsextremen Umfeld der Partei und darüber hinaus recherchieren und auch die Pressefreiheit haben, um darüber zu berichten. Aber wie planen sie so eine Recherche, wenn sich die Akteure eben nicht in die Karten schauen lassen wollen, im Verborgenen handeln und Medien gegenüber feindlich eingestellt sind? Was sind Recherchemethoden und wie geht gute Berichterstattung?
Marcus Bensmann – investigativer Reporter und Teil des Geheimplan-Rechercheteams – und Pascal Hesse – freier investigativer Journalist und im Vorstand des Deutschen
Journalistenverbandes NRW – recherchieren seit Jahren im Themenfeld. In diesem Werkstattgespräch teilen und diskutieren sie ihre Erfahrungen mit Schülerinnen und
Schülern.
Veranstalter: Reporterfabrik CORRECTIV, DJV-NRW
Zeit: 06.05.2025, 12:00 – 13:30 Uhr
Ort: LeseRaum Akazienallee, gegenüber CORRECTIV Buchladen, 45127 Essen
Empfohlen ab Klasse 9
Anmeldung: kontakt.reporterfabrik@correctiv.org
Was macht gute Nachrichten aus? Wie entstehen sie? Und welche Kompetenzen brauchen Konsument:innen, um die Informationsflut im Netz zu bewältigen? Diesen und weiteren Fragen gehen wir im Workshop nach. Bei der Führung durch unsere Lehrredaktion KURT, in denen angehende Journalist:innen ausgebildet werden, gibt es im
Anschluss praxisnahe Einblicke in das journalistische Arbeiten.
Veranstalter: Institut für Journalistik, TU Dortmund
Zeit: 07.05.2025, 10:00 – 11:30 Uhr
Ort: TU Dortmund (Unicenter, Newslab, Vogelpothsweg 74, 44227 Dortmund)
Empfohlen für die Oberstufe
Anmeldung: susanne.wegner@tu-dortmund.de
Pressefreiheit ist wichtig! Aber was ist das eigentlich genau und wie betrifft uns das im Alltag? Im Workshop der CORRECTIV-Jugendredaktion Salon5 über Pressefreiheit erfahren Schulklassen, was Pressefreiheit bedeutet. Von den Grundprinzipien bis zu aktuellen Herausforderungen beleuchten wir, warum Pressefreiheit für eine offene Gesellschaft so entscheidend ist. Diskutiert mit uns darüber, wie wir die Pressefreiheit gemeinsam schützen können!
Veranstalter: Jugendredaktion Salon5, CORRECTIV
Zeit: 09.05.2025, 10:00 – 11:30 Uhr
Ort: Salon5-Redaktion Dortmund, Dürener Str. 29, 44145 Dortmund. Nach Absprache ist auch die Redaktion in Bottrop, Essener Straße 7, 46236 Bottrop, möglich – oder ein Besuch in der Schule (Dortmund oder Bottrop)
Empfohlen ab Klasse 8
Anmeldung: salon5@correctiv.org
Kontakt für Nachfragen zum Progamm: kontakt.reporterfabrik@correctiv.org und schule@djv-nrw.de
Kurzinterview
Im Kurzinterview erläutert Miriam Bunjes die Situation rund ums Thema Medienkompetenzförderung in Nordrhein-Westfalen, Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland. Außerdem gibt sie Einblicke in bestehende Angebote und Herausforderungen, derer sich die Medienbildung in NRW stellen muss:
Welche interessanten Angebote zum Thema Informations- und Nachrichtenkompetenz gibt es in Ihrem Bundesland? Wie steht es um das Thema Medienbildung in Ihrem Bundesland?
In Nordrhein-Westfalen gibt es fast 2 Millionen Schüler:innen in mehr als 5.000 Schulen verteilt in fast 500 Städten und Gemeinden. Neben Ruhrgebiet, Köln, Düsseldorf, Münster, Bielefeld haben wir im bevölkerungsreichsten Bundesland neben sehr viel Großstadt auch das platte Land. In NRW spielen sich also alle bildungspolitischen Herausforderungen ab, die man sich ausdenken kann: Armut und soziale Ungleichheit, Integration, der Umgang mit sehr unterschiedlichen bildungspolitischen Experimenten. Personalmangel an Schulen gibt es natürlich auch. Deshalb: Es gibt allein wegen der gemischten Sozialstruktur sehr viel Bedarf an Informations- und Nachrichtenkompetenz in NRW-Schulen – auch, was passgenauen Fortbildungsbedarf für Lehrkräfte angeht. Es gibt aber zum Glück mittlerweile viel politisches Interesse an dem Thema. NRW hat einen Medienkompetenzrahmen, der für alle Schulen gilt und sie dabei unterstützt, Medienkompetenz fächerübergreifend in den Unterricht einzubringen. Für die Bildungsstandards, die hier gesetzt werden, gibt es Fort- und Weiterbildung, Beratung, Vernetzung und Materialien hier und hier , für die auch die Expertise von Medienschaffenden gefragt ist. Das Bundesland hat sich definitiv auf den Weg gemacht in Sachen Medienkompetenz. Aber – das kann nicht unerwähnt bleiben: Der Weg ist gepflastert von Schulen ohne funktionierendes W-Lan, Lehrkräften, die noch keine Zeit hatten, sich digitales Wissen anzueignen, geschweige denn es zu installieren oder zu vermitteln. Es ist eben das Land der großen Unterschiede.
Journalismus macht Schule, das sind in NRW die Reporterfabrik von CORRECTIV und der DJV NRW. Wir sind beide Journalistinnen und bringen durch die Organisationen, in denen wir arbeiten, ein Netzwerk an Reporter:innen und journalistische Erfahrung mit – von Arbeit mit Faktenchecks bis zur Berufsbildung und Medienrecht.
Was machen Sie im Rahmen von Journalismus macht Schule in ihrem Bundesland?
Wir bieten eine monatliche Sprechstunde für Journalist:innen an, geben Fortbildungen für Lehrkräfte, organisieren über das ganze Jahr hinweg Schulbesuche im Bundesland – Wir bilden Journalist:innen in Schwerpunkten weiter, die von Schulen angefragt werden – zum Beispiel zum Umgang mit TikTok oder zur Kriegsberichterstattung. In der Reporterfabrik erstellen wir zudem Video-Tutorials zum Einsatz im Unterricht und laden Schüler:innen zur Mitarbeit in die CORRECTIV-Jugendredaktion ein.
Warum ist (Ihnen) das Thema wichtig? Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?
Es ist DIE zentrale Fähigkeit, die unsere Gesellschaft zusammenhält – oder sie eben entzweit. Nur wer Desinformation erkennen kann, kann etwas gegen sie tun. Und nur wer sich informieren kann, kann bessere Entscheidungen finden und Gesellschaft mitbestimmen. Wir leben heute in einer redaktionellen Gesellschaft, in der alle die Agenda setzen und die Diskurse gestalten. Deshalb wünsche ich mir, dass Schulen sich noch mehr Freiraum für das Thema nehmen können und nicht an ihren eigenen Rahmenbedingungen scheitern.
Welche Pläne gibt es in ihrem Bundesland das Thema Informations- und Nachrichtenkompetenz auszubauen?
Das Thema ist in Arbeit, durch den Medienkompetenzrahmen auch kontinuierlich, was gut ist. Ein großes Problem ist allerdings die Überlastungssituation an vielen Schulen, die dazu führt, dass eben doch nur das Nötigste erledigt werden kann. Dazu sollte Medienkompetenz natürlich gehören – aber soweit sind wir dann auch noch nicht. Unser JmS-Netzwerk in NRW kann gerade in dieser Phase eine wertvolle Unterstützung bieten – und auch wir wachsen noch.
Europäischer Statistikwettbewerb
Fakt oder Fake? Darum geht es diesmal auch beim Europäischen Statistikwettbewerb 2024 für Schüler:innen der Klassen 8 bis 13.
Veranstaltet vom Statistischen Bundesamt zusammen mit Eurostat, der europäischen Statistikbehörde, wird der Wettbewerb in 20 Ländern gleichzeitig durchgeführt.
Statistiken und Zahlen richtig verstehen und wissen, wie sie zustande kommen – um auch Nachrichten einordnen zu können und Desinformationen zu erkennen: Das sind Fähigkeiten, die der Wettbewerb fördert und abruft. CORRECTIV ist in diesem Jahr mit der Reporterfabrik Kooperationspartner. Mitmachen können alle Schulen ab Klasse 8 in Deutschland, die besten vier Teams kommen ins europäische Finale.
Alle Infos gibt es hier: https://www.destatis.de/DE/Service/Statistik-Campus/ESC/_inhalt.html.
Ganzjähriges Angebot
Eine Auswahl an Medienkompetenzprojekten und weiterführenden Informationen zum Thema „Journalismus an Schulen“ finden Sie unter den folgenden Adressen:
Das Portal der Landesanstalt für Medien NRW bietet unter anderem, im Rahmen des Angebots Eltern und Medien, Elternabende für Bildungseinrichtungen in ganz Nordrhein-Westfalen zu Themen der Medienerziehung an. Eltern können sich hier informieren, wie sie ihre Kinder auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Mediennutzung unterstützen können – auch in Bezug auf die Themen Desinformation und Fake News.
Die Initiative „Verfolgen statt nur Löschen“ hat sich dem Schutz von Freiheit und Demokratie im Netz verschrieben. Ziel ist es, Redaktionen die Rechtsdurchsetzung im Internet zu erleichtern und so ein deutliches Zeichen gegen Recht- und Rücksichtslosigkeit im Netz zu setzen. Die Initiative ist eine Kooperation der Landesanstalt für Medien NRW mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW), dem Landeskriminalamt NRW und Medienhäusern wie der Mediengruppe RTL Deutschland, der Rheinischen Post und dem Westdeutschem Rundfunk.
Der Medienkompetenzrahmen des Schulministeriums und das Portal „Medienkompetenzrahmen“ der Medienberatung NRW, LVR, LWL, Landesanstalt für Medien und der Landesregierung bietet jeweils Informationen, Hinweise und Materialien zum Medienkompetenzrahmen NRW und zur Erstellung eines Medienkonzepts.
Die Landeszentrale für politische Bildung NRW bietet Tipps und Anregungen, wie man sich in einer „digitalen Demokratie“ kompetent bewegen kann.
Unter schlauer.wdr.de bietet der WDR umfangreiches Material gebündelt und bietet Studiobesuche an.
Das Grimme-Institut informiert über Veranstaltungen, Termine und Projekte und hat eine Reihe Publikationen erstellt.
Der #DigitalCheckNRW richtet sich an alle, die ihre digitalen Kompetenzen überprüfen wollen und wissen wollen, wo man sich weiterbilden kann.
Die Freiwillige Selbstkontrolle Medien richtet sich mit diesem Angebot speziell an Eltern.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat gemeinsam mit dem LVR Zentrum für Medien und Bildung im Auftrag des Landes NRW mit der „Medienberatung NRW“ ein Portal für die Unterstützung von Schulen geschaffen.
Der Klett Verlag bietet einen Themenschwerpunkt für Medienkompetenz online für Nordrhein-Westfalen an.
Lie Detectors bietet Schulklassen in Nordrhein-Westfalen Workshops zu den Themen Desinformation und Nachrichtenkompetenz an und vermittelt Journalist:innen an Schulen.
Auf der Beratungsplattform ZEBRA der Landesanstalt für Medien NRW können jederzeit und kostenfrei individuelle Fragen rund um Themen wie Desinformation und Meinungsbildung gestellt werden.
Die Medienbox NRW der Landesanstalt für Medien NRW fördert mit ihren E-Learning-Modulen zur richtigen Recherche sowie dem Faktencheck, um seriöse Quellen zu erkennen, die eigene Informationskompetenz. Das Modul zur journalistischen Sorgfaltspflicht informiert über Recherchevorgaben und das Pressegesetz.
Mit dem digitalen Nachrichtentest können Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte ihre eigenen Kompetenzen im Erkennen von Fake News überprüfen.
Das Internet-ABC bietet für Kinder im Grundschulalter einen altersgerechten Einstieg in die Themen Desinformation, Betrug im Netz und Fake News. Lehrkräfte und Eltern finden hier ebenfalls nützliche Informationen und lernen, wie sie ihre Kinder unterstützen können.
Die EU-Initiative klicksafe – ein Angebot der Landesanstalt für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz und der Landesanstalt für Medien NRW – richtet sich vorrangig an Jugendliche, ihre Eltern und Lehrkräfte weiterführender Schulen. Mithilfe verschiedener Angebote wie Unterrichtsmaterialien, interaktiven Quizzen und Erklärvideos kann die eigene Informationskompetenz zuhause oder im Unterricht gemeinsam trainiert werden.
Tag der Pressefreiheit 2023
NRW-Schülermedientage rund um den 3. Mai 2023
Journalismus macht Schule in Nordrhein-Westfalen: Vom 2. bis 5. Mai zeigen Journalist:innen und Medienexpert:innen Jugendlichen im Unterricht, wie sie arbeiten und was freie Berichterstattung ohne
Zensur bedeutet.

Medienkompetenz ist so wichtig wie Mathe oder Biologie. Um Schüler:innen Fähigkeiten und Wissen rund um Journalismus, Medien und Pressefreiheit aus allererster Hand zu vermitteln, finden in der Woche rund um den Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai erstmals in NRW Schülermedientage statt:
In vielen Online- und Präsenzveranstaltungen können sich Schulklassen vom 2. bis 5. Mai in der Unterrichtszeit Themen wie Faktenchecks gegen Fake News, die Arbeit von Auslands- und Kriegsberichterstattern, Interview- und Recherchetrainings
auf ihre Stundenpläne holen.
Veranstalter ist der bundesweit aktive Verein „Journalismus macht Schule“, ein Zusammenschluss von Medienschaffenden, Forschenden, Verleger:innen und Lehrkräften, die mit Schulbesuchen von Reporter:innen mehr Medienkompetenz in den Schulunterricht bringen wollen.
In NRW organisieren die Reporterfabrik von CORRECTIV und der Landesverband NRW des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV-NRW) für den Verein ein regelmäßiges Angebot für Schulen – und jetzt zum ersten Mal eine Aktionswoche. Mit dabei sind unter anderem CORRECTIV mit Faktencheck-Redaktion, Jugendredaktion und investigativer Recherche, das Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund (TU) mit Veranstaltungen zu Faktencheck, Wissenschaftsjournalismus und Pressefreiheit, die Lie Detectors und Raufeld Medien. Im Programm ist viel Abwechslung geplant: In einer Unterrichtsstunde erklärt beispielsweise die preisgekrönte WDR-Journalistin Isabel Schayani, wie sie schwierige Recherchen rund um Krieg und Flucht umsetzt. Und: Die Stadtbibliothek Köln verwandelt in der Aktionswoche ihre Bibliothek zwischenzeitlich in einen virtuellen Escape-Room, in dem Schüler:innen spielerisch die Welt vor Deep Fakes und Desinformationen retten. Für die Online- und Präsenzveranstaltungen können sich Schulen ab sofort anmelden.
Die journalistischen Schulstunden dauern jeweils zwischen 45 und 90 Minuten, das Angebot ist kostenlos.
Kontakt
Carmen Molitor
DJV NRW
E-Mail: schule@djv-nrw.de
Miriam Bunjes
Correctiv
E-Mail: miriam.bunjes@correctiv.org
